Reparieren, statt neu Kaufen!


Die nicht-Wegwerf Gesellschaft

Die Reparier Gesellschaft!

Andalusien erinnert mich an das Frankfurt am Main der 70er Jahre. Als ich ein Kind war. Einmal in der Woche dam die Eierfrau und brachte frische Eier nach Hause. Kaputte Schuhe wurden zum Schuster gebracht, noch heute erinnere ich mich an den kleinen Laden auf der Homburger Landstraße, in dem es kernig nach Leder und Leim roch. Hosen- und Röcke wurden je nach Saison, Mode und Gewichtszu- oder abnahme vom Schneider angepasst. Es wurde gepflegt, repariert und der Wert der Sachen wurde geschätzt.

Wann genau änderte sich all das zu einer Wegwerf-Gesellschaft?

Wann kippte es zu billig Schrott, der einfach entsorgt und bei Amazon neu bestellt wird?

Hier in Andalusien ist es noch wie im Frankfurt der 70er.

Änderungsschneiderei in jedem Ort. Sanitär-Betriebe, die ihr Handwerk verstehen. Will sagen, man schildert ein Problem und der Verkäufer weiß die Lösung. In London, wo ich die letzten 15 Jahre lebte, war das undenkbar! Wie ist es in Deutschland mittlerweile?

Andalusien jedenfalls hat mich inspiriert selbst einiges zu restaurieren. Mein erstes Projekt sind 2 Stühle, die ich an der Mülltonne gefunden habe. Hier werden nicht mehr benötigte Gegenstände einfach am Müll abgestellt, und meistens findet sich ein neuer Besitzer. Recycling leicht gemacht! Meine 2 Stühle habe ich erstmal komplett auseinander genommen, derzeit trocknen die Leim stellen. Danach wird der Holzwurm bekämpft. Neu gestrichen. Und die Sitzfläche bezogen. Lohnt sich das? Keine Ahnung, aber es macht Riesen Spaß! Wir treffen uns einmal pro Woche bei einer Freundin in der Garage, klönen, diskutieren die wichtigen Dinge des Lebens (Männer! Wechseljahre! Ihr wisst schon....) und basteln. Das Leben kann echt schön sein.




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